Presse


Aus: Der Ennstaler vom 24. März 2006, S. 20


Kritik in der Irdninger Zeitung, April 2006, S. 23


Kritik der Aufführung in Stainz 31.10.08


nach der Aufführung in Stuttgart am 10.11.2008:

Kritik des Filmschaffenden und Filmregisseurs Norbert Beilharz (Floris Film)
(siehe: Liste seiner Werke)
handschriftlich per Fax vom 16.11.2008

FLORIS FILM
Norbert Beilharz

SCHERZ LASS NACH
Wenn ein junger Mann das Alter, den Schmerz des Älterwerdens, Daseinsverlust
und Jenseitsaussicht der Belachbarkeit preisgibt, so muss das nicht in
jedem Fall von gutem Geschmack, - allenfalls von Grausamkeit zeugen. Wenn
aber ein reifer Herr aus dem prallen Leben in die Vorhölle der Pension stürzt
und trotzdem lacht, so begegnen wir der hellen, der komödiantischen Geisteswelt
des Helmut Bartussek. Seine dunkle, glühende, faustische aber ist zutiefst
beunruhigend: Warum machen wir nicht ernst mit dem kurzen Leben und
erforschen was die lange Ewigkeit mit uns vor hat? Das Tollkühne des Totseins
ist der späte Lebenstext von Helmut Bartussek. Der Architekt und Hochschullehrer,
der sich selbst mit Schlag fünfundsechzig zum Schauspieler und
Kabarettisten befördert hat, schiebt die Ewigkeits- und Sinnfrage nicht einfach
als Forschungsobjekt vom Tisch, sondern hinein in den Wissenschaftsdisput:
Wenn Leben Sinn macht, dann der Tod erst recht. Helmut Bartussek hat mit
Witz das Abschaltthema zum Einschaltthema gemacht; er ist der Entertainer
der letzten Dinge. Und muss aus den Kellertheatern hinauf ins breite
Öffentlichkeitslicht. So wie sein Thema. Wird nicht immer behauptet, am Ende
des Tunnels sei da ein ganz helles Licht, kaum zu erleben? Diesseits des
Tunnels, das kann versichert werden, lebt Helmut Bartussek. Ein Kabarettist
der Metaphysik.

70569 Stuttgart Knappenweg 10 Telefon (0711) 683000 Fax (0711) 6787433




aus: Wien 2025, MA 18, Wien, 2014, S. 109



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